WAS WURDE 2011 GEZOCKT?

Besser spät als nie: Was wurde 2011 gezockt? Dank Steam und nicht zuletzt aufgrund derweil schwächelnder Konsolengrafik, erfreut sich allen Unkenrufen zum Trotz PC-Gaming bester Gesundheit – wie auch meine aktualisierte „Most Wanted“ Liste glanzvoll darbietet. Zahlreiche Toptitel erblickten 2011 das Licht der Spielewelt und folgend präsentiere ich euch in alphabetischer Reihenfolge meine Highlights des Jahres.

Battlefield 3

Zugegeben, ich war nie ein wirklicher Fan der Reihe. Ich bevorzuge es, wild umherspringend mit dem Raketenwerfer oder einer Railgun die Fronten des gegnerischen Teams zu durchbrechen. Keine Zeit für Strategien. Es zählen nur Reflexe und Mausgeschick. Bei Battlefield geht es vergleichbar träge zu. Doch der neueste Ableger besticht mit einem solch grandiosen technischen Gerüst, einem grafischen Meilenstein, der den damaligen Sprung von Crysis (1) meiner Meinung gar übertrifft. Mit beeindrucktender Darstellung von Licht und Schatten, einer zerstörbaren Umgebung und sandigen oder qualmenden Partikeleffekten wirken die riesigen Karten so authentisch, dass ich es gar nicht wage, mit meinem Alter Ego ohne Rücksicht auf Verluste dem gegnerischen Mündungsfeuer blind entgegen zu rennen.

Fifa 12

Alle Jahre wieder. Neue Fangesänge, eine Nuance grafisches Feintuning, aktuelle Lizenzen und stetig die Ankündigung noch bessere Spielfeatures und realistischeres Gameplay zu präsentieren. Same Same But Different. Und dennoch ist das sicherlich im Herbst erscheinende Fifa 13 bereits heute ein sicherer Kauf. Fifa ist grenz- und gesellschaftsübergreifender Spielspass. Von Alt bis Jung. Ob Casual oder Pro. Ob online oder gemeinsam mit Freunden vor dem Bildschirm: Jedes Match ist so spannend wie das zuvor und für ein weiteres bin ich immer zu begeistern.

Indie-Games

Mit ungezählten Steamdeals und Indie-Bundles lockten 2011 zahlreiche kreative Indie-Games mit Kampfpreisen, die den Preis eines Biers in der Kneipe deiner Wahl meist unterboten. Wie kann man da noch Nein sagen? „VVVVVV“ und „Super Meat Boy“ forderten Jump’n’Run Veteranen mit einem vergessen geglaubten Schwierigkeitsgrad heraus. „Frozen Synapse“ bestach mit abstrakten rundenbasierten Taktikkämpfen. „Beat Trip Beat“ strapazierte Hand- und Augenkoordination auf’s Maximum und gilt zusammen mit der Highscore-Jagd bei „Geometrie Wars: Retro Evolved“ als Anwärter eines medizinisch geprüften Epilepsie Tests. Mit Indie-Games erleben gute alte Arcade Spiele ihren zweiten Frühling. Mir soll’s recht sein.

Limbo

Mit einer einjährigen Verspätung fand Limbo letztendlich doch noch seinen Weg auf den PC. Dem Herrn sei Dank. Das vielleicht wichtigste Spiel der letzten Jahre besticht mit beispielloser Dramatik und Einfachheit. Das Spiel benötigt keine komplizierte Belegung der Tasten oder nervige Tutorials, nein, Limbo erklärt sich und seine Handlung von selbst. Dieses audiovisuelle Kunstwerk besticht mit einer expressionistischen und dunklen Spielewelt, welche eine beklemmende Atmosphäre ausstrahlt, die den Spieler tief in ihren Bann zieht.

Starcraft 2

Die Nachfolge des wohl meist gespielten Strategieklassikers anzutreten ist keine leichte Bürde, doch scheint es, Starcraft 2 hat diese Feuerprüfung mit Bravour bestanden. Auch 18 Monate nach dem Release hat das Spiel im Multiplayer seinen Glanz nicht ansatzweise verloren. Ganz im Gegenteil! Kaum ein anderes Spiel vermag mit einer Vielzahl von Taktiken und Strategien mich mehr zu begeistern. Mit rasendem Herzen und strahlendem Lächeln genieße ich meinen geglückten Angriff aus dem Hinterhalt oder gebe mich bei einer abermaligen Niederlage zähneknirschend meinem Schicksal hin. Ein neuer Alltime Klassiker, welcher  nach einer Dekade den ersten Teil für mich würdig ersetzt.

Team Fortress 2

Valves liebste Versuchsplattform. Auch vier Jahre nach Release versorgt Valve die Fans ungebrochen mit unzähligen kostenlosen Major-Contentpatches, implementiert stetig neue Waffen, Karten, Spielmodi und nunmal auch kontroverse Hüte. Dem einen mag das alles zuviel geworden zu sein. Ich sehe die Balance des Spiels ungebrochen und erfreue mich über schier unendliche Abwechslung und zeitloser Action.

Star Wars: The Old Republic

Das wohl ambitionierteste und vielleicht teuerste Spiel der Gesichte schickt sich an, den MMO König (bis dato „World of Warcraft“) vom Thron zu stürzen. Oder diesem zumindest einige Zacken aus der Krone zu stoßen. Mit einer noch nie dagewesenen Vollsynchronization und cinematischen Erzählungen besticht Biowares Mammutprojekt vorallendingen mit vergessen geglaubten Rollenspielelementen, die den Spieler fest an seinem Charakter und dessen Welt binden sollen. Old Republic präsentiert sich als Theme Park MMORPG erster Kajüte. Der Spieler wird geradezu erschlagen von der Vielzahl an Welten, Missionen sowie Kriegsgebiete und Instanzen. Manch einer vermisst Freiheiten, die Spielewelt für sich und andere selbst gestalten zu können. Andere erfreuen sich über die bereits nahende Flut an Zusatzinhalten, auf das der Held stets ein weiteres Abenteuer bestreiten vermag.

 

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